Mugon setzt sich ein gegen Menschenhandel


Zweiter Stilettolauf in Zürich gegen Menschenhandel
Geregnet hats aus Strömen, das hielt aber Männer und Frauen nicht davon ab, sich gegen Menschenhandel einzusetzen.
Über 200 Leute nahmen am Stilettolauf 2013 in Zürich teil. Das freut uns sehr, war es doch nicht sommerliches Stilettowetter...

Beim ersten Lauf, vor einem Jahr, wurden High-Heels gesammelt. Diese wurden zu "Freed Stiletto" Anhänger verarbeitet. Die Schuhe ohne Absätze wurden von Mugon für den zweiten Lauf als Symbol von Freiheit aufgehängt. Mehr zu Glowbalact, welche sich gegen Menschenhandel einsetzen, findest Du hier: http://glowbalact.com/en/

Mugon freut sich bereits auf nächstes Jahr!

 

 

 

 

Menschenhandel ist tabuisiert. Das junge Zürcher Reisedesign Label Mugon lanciert  ein Symbol gegen den Menschenhandel und ruft dazu auf sich engagiert dem Thema zu stellen und hinzuschauen. In der Japanischen Sprache heisst Mugon „das Schweigen“. Mugon bricht sein Schweigen und setzt sich mit der Lancierung des „freed stiletto“ und seiner dafür kreierten limitierten Taschenedition gegen den Menschenhandel ein. Der Erlös  des „freed stiletto“ (befreiten Absatzes) kommt NGO’s die sich für die Opfer und gegen den Handel von Menschen einsetzen zu.

Statement von Isabella Schmid, Schauspielerin
Mugon Charity Event vom 18. September 2012 mit 
Nationalrätin Doris Fiala und Tänzerin Melanie Alexander.
Rede von Nationalrätin Doris Fiala am Mugon Charity Event.
Rede von Tänzerin und Model Melanie Alexander am Mugon Charity Event.
Mugon:
Die Betroffenheit auf dem Arbeitsweg der Macher von Mugon, entlang vom Sihlquai und der Langstrasse wo sie täglich neben der freiwilligen auch mit der erzwungenen Prostitution konfrontiert werden, liess die Designer nicht ruhen. Mit ihrem Beitrag kämpfen sie nun gegen die Ausbeutung und den Handel mit Frauen. Den missbrauchten High Heels werden die „Stilettos“ abgesägt und damit werden sie sozusagen dem „Fetisch“ beraubt. Die design-veredelten und zu Anhängern verarbeiteten Absätze werden zum Symbol des Engagements und so zum Code all jener, die nicht mehr bereit sind wegzuschauen und die sich engagiert gegen Menschenhandel einsetzen.

Menschenhandel bedeutet; Menschen anwerben, anbieten, verbringen, vermitteln, beherbergen oder annehmen zum Zweck der Ausbeutung. Gemäss der Opferhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (bfs) sind alleine 2010 im Kanton Zürich über 150 Opfer von Menschenhandel durch die kantonale Opferhilfestelle und der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) erfasst worden. Die Zahl der von der FIZ betreuten Fälle stieg auch 2011 weiter an.

Der Erlös der Stilettos kommt NGO’s zu Gute, die mit hoher Professionalität direkt engagiert sind und Prävention betreiben, Ausbildung anbieten, die Bedingungen für die Opfer verbessern, Opfer betreuen oder sich politisch konstruktiv um die Lücken in Gesetz und Vollzug kümmern.

Zur Lancierung dieses Symbols gegen Menschenhandel wurde neben den „freed stilettos“-Anhängern eine Taschenkollektion aus Leder entworfen, die exklusiv anlässlich des Lancierungsanlasses am 18. September 2012, vorgestellt werden. Die Entwürfe der Zürcher Designer werden in Venedig handgefertigt und in der Schweiz veredelt. Von dieser auf maximal 10 Stück pro Modell limitierten Edition, werden pro verkaufte Tasche CHF 100.- an www.glowbalact.com gespendet.

Doris Fiala, Nationalrätin und Mitglied in der Politischen Kommission Europarat Migration, Flüchtlingswesen und Bevölkerung, ist dieses Thema ein grosses Anliegen und wird zum Anlass sprechen.

„Jede Unternehmung soll sich auch gesellschaftlich engagieren, Designer haben eine besondere Verantwortung, da sie einen Teil jener Ikonen schaffen, die unsere Kultur prägen.“ sagt Anna Jost, Jungdesignerin des Labels Mugon. Sollte sich „freed stiletto“ als Symbol durchsetzen, was zu hoffen ist, wäre sicher ein wesentlicher Schritt zur Enttabuisierung und Sensibilisierung auf dieses sensible Thema gemacht.